Beim nächsten Mal wird alles anders …

Alle Welt (in Deutschland) spricht nur noch von Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen, dabei geht der Schlagabtausch der verschiedenen Lager weniger pragmatisch als ideologisch vonstatten. Deshalb schlag ich vor, daß man beim nächsten Flüchtlingsthema, das noch weitaus größere Dimensionen als das momentan aktuelle haben wird, strikt pragmatisch nach dem Verursacherprinzip vorgeht.

Ich meine das Thema der Klimaflüchtlinge, in UNO Kreisen würde man diese Menschen auch bisweilen gerne als KlimaMigraten bezeichnen, damit man ihnen keine völkerrechtlichen Schutzrechte einräumen muß.

Diese 200 bis 350 Millionen Menschen (aus Südamerika, Afrika, Südostasien) , die bis 2050 wahrscheinlich auf Achse sein werden, weil Ihr Land durch Überflutungen, Wüstenbildung, Dürren und extreme Naturkatastrophen zerstört ist, sollten nach dem Verursacherprinzip auf die Staaten verteilt werden, auch wenn schon heute die meisten befragten Klimaflüchtlinge nach Europa wollen. Vielleicht würde diese konkrete Aussicht die sogenannte Völkergemeinschaft endlich mal zum Handeln bewegen. Noch könnte man handeln, sonst handelt der Planet definitiv!

Wenn man dann doch lieber nicht handeln möchte könnte das dann so aussehen:

In der folgenden Tabelle sind die 40 Länder mit der größten Emission von Kohlendioxid im Jahr 2011 (aus energetischer Nutzung, wie Verkehr, Heizen, Stromerzeugung, Industrie (Quelle: Wikipedia)) aufgeführt, wenn man es noch etwas genau nehmen möchte, bzw. die Klimagerechtigkeit noch ernster nehmen wollte, könnte man noch die Zahlen von Außenhandelsbilanzen mit heranziehen und diese gegeneinander verrechnen.

Aber auch wenn man an dieser Stelle großzügig in der Bewertung ist, wird man sich sicher nicht auf der falschen Seite bewegen z.B. hinsichtlich der Kosten. Ein Beispiel: China führt inzwischen die Liste der Ländern mit dem höchsten CO² Ausstoß an, gleichzeitig kann man lesen, daß China mittlerweile auch die Liste der meisten Milliardäre weltweit anführt, ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Natürlich verschiebt sich die Rangfolge zum Teil dramatisch, so ist inzwischen Indonesien aufgrund seiner Regenwaldzerstörung (z.B. bindet der Torf in Regenwäldern 50 mal mehr CO² als herkömmlicher Waldboden, dieses CO² wird durch mehrere Arten von Bränden und Brandrodungen freigesetzt) und des anschließenden Aufbaus der riesigen Palmölplantage nach den USA auf Platz 3 der CO² Emissionen vorgerückt, aber an den grundsätzlichen Problemen ändert sich dadurch nichts.

Seht Euch die Liste mal an und haltet Euch nicht daran auf, ob bei den einzelnen Ländern ein zehntel Prozentpunkt mehr oder weniger richtig wäre, der Trend stimmt und an der Notwendigkeit zu handeln, z.B. drastisch endlich den CO² Ausstoß zu reduzieren (der nächste UN-Klimagipfel im November 2015 in Paris wäre wieder mal eine gute Gelegenheit) statt Ihn jedes Jahr noch weiter zu erhöhen und in den betroffenen Ländern der Klimaverlierer etwas für die Menschen Vorort zu tun, damit diese Vorort ein Auskommen finden und nicht über tausende Kilometer in ein fernes Europa  ziehen müssen, wo sie dann auf 4,5 qm in ausgedienten Industriehallen und Zelten notdürftig dahinvegetieren.

klimaflüchtlinge
Außerdem könntet Ihr Euch auch mal zur Einstimmung den Film im ZDF ansehen, den ich Euch HIER verlinkt habe.

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Ein Gedanke zu „Beim nächsten Mal wird alles anders …“

  1. Bei den Ursachen des Klimawandels sollte die ständig steigende weltweite Fleischproduktion in industrieller Massentierhaltung nicht unerwähnt bleiben! Einschließlich des gesamten Komplexes des Futteranbaus für die Tiere….

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