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Illusion Materie

Ist es nicht mehr als verwunderlich, daß wir nur zu einem winzigen Teil aus massetragenden Teilchen und zu einem ganz riesigen Teil aus masse-leerem Raum bestehen und uns trotzdem hartneckig weigern mit der wunderbaren Welt der Superpositionen – dem Meer aller Möglichkeiten – der Energien, Informationen und Quantenfelder – zumindest einmal von den philosophischen Implikationen her – zu beschäftigen.

Wahrscheinlich liegt es daran, daß das Weltbild der Wissenschaft im 20sten Jahrhundert nicht den Grundsatz beherzigt hat, daß Denken ohne Fühlen und Fühlen ohne Denken immer in eine Sackgasse führt und den Menschen bisher nicht zu bewegen vermochte, weil in ihm ganz wichtige, entwicklungsgeschichtlich tief verankerte Bereiche nicht angesprochen wurden.

Deshalb ist es so wichtig, daß die Wissenschaft selbst nicht nur in mathematischen Formeln und Modellen, sondern auch in Bildern, in Denkbildern fühlt, denkt und kommuniziert.

AtommodellJeder von uns weiß inzwischen, daß es einen riesigen Abstand zwischen dem Atomkern und der Peripherie – in der sich die Elektronen, solange sie unbeobachtet sind, unbestimmt aufhalten – gibt. In jeder “Bäckerblume” kann man heute schon lesen, daß ein Atom, wenn man den Atomkern mal mit einem Fußball (ca.20cm) gleichsetzt, einen Durchmesser von 20 Kilometern hat.

Was bedeutet das für unser Weltbild? Zunächst stellen wir erstmal fest, daß das Volumen der Atomkugel so Pi mal Daumen 1.000.000.000.000.000 (eine Eins mit 15 Nullen) größer ist, als das Volumen des Atomkern (wenn wir mal das Wasserstoffatom mit der Ordnungszahl 1 (also einem Elektron auf der äußeren Schale) als Beispiel nehmen).

Wenn wir dieses gigantische Verhältnis mal auf unseren Mesokosmos, also z.B. auf uns Menschen übertragen und z.B. nur mal eine Dimension, die Höhe ins Verhältnis setzen, dann kommen wir zu einem sehr netten Denkbild, das Ulrich Warnke in seinen Vorträgen immer gerne zeigt. Das Denkbild des Eiffelturms und des Menschen – und was stellt Sherlock Holmes dabei fest?

EiffelturmWenn wir uns mal vorstellen, wir wären ein Riese, sodaß wir z.B. so groß wie der Eiffelturm wären, dann können wir uns jetzt mal überlegen, wie groß wir als durchschnittlicher Mensch von rund 2 Metern Größe im Verhältnis zu diesem Riesen groß wären, wenn wir nur aus unserer geliebten Materie bestehen würden und nicht aus dem Raum dazwischen, also immer bezogen auf das Verhältnis von Atomkern zum gesamten Atom.
Richtig geschätzt! So groß wie ein Floh!

Das bedeutet also, daß wir – so wie die gesamte Materie auch – zu 99,999999999999% des Raumvolumens aus masse-leerem Vakuum bestehen. Man kann sich schon wundern, daß wir uns trotzdem immer nur auf das bisschen Materie konzentrieren, als wäre sie das Ei des Kolumbus.

Eigentlich bewerten wir doch sonst immer alles, was uns im Leben begegnet, nur nach dem Maßstab der Quantität, wir wollen immer viel von allem haben, ein tellergroßes Rumpsteak aus der Massentierhaltung ist uns doch alle mal lieber als ein winziges Stück Kobe-Rind. Nur im Falle der Materie (im Verhältnis zur Energie) begnügen wir uns mit einem winzigsten Bruchteil von dem, was uns eigentlich ausmacht.

Wenn man nämlich aus uns, so wie bei einem Schlauchboot die Luft, den leeren Raum absaugen würde, dann wären wir gerade mal noch 20 Mikrometer groß, da kann man mal sehen, warum wir uns immer so gewaltig aufblasen als Menschen, intuitiv fühlen wir, daß wir eigentlich nicht viel mehr sind, als ein riesiges, masse-leeres Vakuum.

Das was wir als Materie begreifen, ist also letztendlich nichts weiter als ein massetragender Fallout aus dem unendlichen Energieraum, strukturiert von den Informationen, die in diesem Raum gespeichert – manche sagen eingefaltet – und auch ständig verändert werden.

Auch Information, so wie sie die sichtbare Materie strukturiert und ihr Sinn und Wesen verleiht, können wir als strukturbildenden Fallout aus dem unendlichen Meer der Informationen begreifen, Mensonen sind der Ausdruck einer Wechselwirkung verschiedener Informationsfelder, wobei jedes Menson holografisch die gesamte, notwenige Information in sich trägt und sich nur durch ihre Resonanz mit anderen gleichstrukturierten Informationen verstärkt. Dadurch kommt es zu einem strukturbildenen Energie-Anstieg (der morphischen Felder).

Wir dürfen uns Energie und Information nicht als getrennt von einander vorstellen, es kann keine Energie ohne Information und keine Information ohne Energie geben. Auch wir sind mit unseren verschiedenen bewußten und unbewußten geistigen Feldern, ein Teil größerer geistiger Welten und wechselwirken im Bereich von Energie und Information ständig mit den Informationsfeldern des masse-leeren Raum.

Diese geistige Welt in toto, war immer und wird immer sein, egal ob wir dies akzeptieren oder nicht, auch wenn wir diese Sichtweise strikt ablehnen, dann wechselwirken wir trotzdem mit der Geistigen Welt und werden von ihr mehr oder weniger bewußt bestimmt.

Philosophisch gesprochen beziehen wir uns immer nur auf das Seiende, die Materie, darüber hinaus leben wir in völliger Seinsvergessenheit, denn das Sein, das Wesen, die Grundlage alles Seienden, der Wille, das kantsche Ding an-sich ist die Totalität aller Seinsmöglichkeiten (das Meer der Möglichkeiten), es ist der masse-leere Raum der Energie und seiner Informationsfelder.

Bewußt leben wir nur in der sichtbaren Welt der elektromagnetischen Schwingungen und auch nur in dem Frequenzsspektrum, das z.B. unser visuelles System (unsere Augen mit den dazugehörigen, nachgelagerten Rechnern im Gehirn) verarbeiten kann. Dieser sichtbare Bereich macht gemessen an der gesamten Energie nur 0,005% aus, wir sind aber seit Jahrhunderten der Meinung, daß es das wäre, daß es sonst nichts gibt. In was für einer illusionären Welt leben wir eigentlich? Wir lehnen die Geistige Welt als etwas dunkles, böses oder zumindest scharlatanmässiges ab und pochen immer auf unseren gesunden Menschen-Verstand und unser Bewußtsein und noch in dem Augenblick, in dem wir dieses äußeren verarbeitet unser Unterbewußtes eine millionenfache Menge an Daten, gemessen an der Menge, die unser Bewußtsein verarbeiten kann.

Hätten wir nur unser Bewußtsein, hätten wir nicht unsere unbewußten Verarbeitungssysteme, wären wir nicht Teil und in Wechselwirkung mit der universalen Geistigen Welt, wären wir überhaupt nicht lebensfähig, würden wir überhaupt nicht existieren, denn entwicklungsgeschichtlich sind wir nur durch unsere fortwährende Wechselwirkung mit der Geistigen Welt, mit den unterschiedlichsten Informationssystemen entstanden. Sehr hoch gegriffen machen unsere bewußten Prozeße nicht mal 5% all unserer geistigen Prozeße aus. Trotzdem meinen wir unser individuelles Bewußtsein, das wärs – wir sind eben von Hause aus “Schaumschläger”, nix auf der Pfanne aber ne dicke Lippe riskieren!

Halten wir nochmal fest: Die Gesamtenergie, die wir verstehen und vor allem messen können und die unsere Lebenswirklichkeit ausmacht, macht gerade mal 5% der Gesamtenergie des Universums aus, bei allen andere Energieformen, der Dunkel-Materie (25%) und der Dunkel-Energie (70%) haben wir immer den Eindruck, daß sie nicht existieren, weil wir das Gefühl haben, da würde nichts weiter mit uns wechselwirken, als das, was wir als Materie bezeichnen.

95% unseres Universums funktioniert scheinbar nicht nach den Naturgesetzen die wir kennen und die wir in der Schule gelernt haben, 95% des Universums müssen wir als etwas “Übernatürliches” begreifen, ist es da ein Wunder, daß manche (ich eingeschlossen) der Meinung sind, daß die Wissenschaft unbedingt eine Ehe mit der Spiritualität eingehen muß, um die gesamten 100% in den Blick zu bekommen.

Spirituell veranlagte Menschen, Mystiker und Eingeweihte aller Jahrhunderte haben immer schon vom leeren Raum und den Energiefeldern gesprochen. Sie lebten und leben auf freundschaftlichem Fuße mit der übernatürlichen Welt und seinen Phänomenen, ihnen ist es hoch anzurechnen, daß sie trotz des Hohns, des Spotts und oft auch der Bedrohungen von Leib und Leben an Ihrer Liebe zum Kosmos, der geistigen Welt (ein Synonym für die Informationsfelder des masseleeren Raums), dem Lebendigen festgehalten haben und in uns immer wieder die Erinnerung wachrufen, daß es noch etwas anderes, weit Größeres (95%) gibt im Universum als das, was wir sehen können und besonders als das bisschen massetragender Teilchen, die uns ausmachen.

Auf diesem Planeten haben wir Menschen vor allem ein Problem, das Problem der Energie.

Daß wir immer noch endliche Resourcen wie Öl, Kohle und Gas für unsere Energiegewinnung verbrauchen oder Atomkerne spalten mit unabsehbaren Folgen für unendlich viele nachfolgende Generationen, liegt in erster Linie an unseres Ignoranz und in zweiter Linie an unserer Gier. Wenn man bedenkt, daß sich im Vakuum einer einzigen Glühbirne soviel Energie befindet, um alle Meere dieser Welt zum kochen zu bringen (John Archibald Wheeler), dann muß man sich schon fragen, warum sich die Menschheit nicht schon längst auf die Socken gemacht hat, um Wege zu finden, diese frei verfügbare Raumenergie endlich ganz friedlich und ohne Kriege um die Rohstoffe, zu nutzen.