Alle Beiträge von admin

Denkbilder der Natur

Seit langem gefallen mir die Natur und Landschaftsfotografien von Friedrich Beren ausnehmend gut, auf meinen Expeditionen zu den verlorenen Wurzeln des Lebens kommen mir seine Fotografien wie Wegmarken oder besser wie Denkbilder vor.

Naturlich wird mancher Kollege – der ein pur-Anhänger ist, die Nase rümpfen, über soviel „künstliche“ Dynamik, aber ich finde, sie unterstreicht nicht nur perfekt die Bildaussage, sondern kompensiert auch das Problem, das das innere Bild bei der  Wahrnehmung eines Motivs deutlich dynamischer ist, als das Foto, das hinterher auf dem Fotoabzug oder dem Bildschirm zu sehen ist.

Z. B. sind die inneren Bilder, die wir aus unserer Kindheit mit uns herumtragen, weitaus dynamischer als damals die Wirklichkeit war. Natürlich trägt auch der „Kitsch“ als Kunstgattung dem Rechnung, sonst würden uns die traumhaften Sonnenuntergänge auf Postkarten gar nicht so begeistern. Aber ich finde, daß Friedrich Beren hier ein supergelungene Gratwanderung zwischen Schönheit und Kitsch gelungen ist und hoffe noch viele Bilder von Ihm sehen zu können.

Heute hat er z.B. bei facebook folgendes Bild gepostet:

11025919_692251994221003_4316907879348152507_o

Mit dem Titel:
Sonnenaufgang beim Scheibelsee in Hohentauern.

Und seinem Text dazu:
Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung, der Profi sorgt sich ums Geld und der Meister sorgt sich ums Licht.
(Georg IR B.)

Dazu ist mir folgendes eingefallen:

Der Satz ist meiner Meinung nach wahr und nicht wahr zugleich, denn er erfaßt die Bedingungen der Wahrnehmungen nicht komplex genug. Gerade bei Natur-, Garten (ZweitNatur) und Landschaftsfotografie gibt es zwei Dinge, die ich bewußt trenne und die für mich besonders wichtig sind:

Viel Geduld für das Motiv und der ruhige Blick, um die Schönheit der Dinge überhaupt wahrnehmen zu können, bzw. sie fotografisch miteinander in Beziehungen zu setzen.

Ich habe z.B. 20 Jahre lang von Berufs wegen „Gärten in England“ fotografiert, zwar um damit Geld zu verdienen, aber ich war nicht unter Druck eine Fotostrecke in den Kasten zu bekommen. Ich konnte diesen Job so machen, wie ich wollte, da ich mir damals keine Sorgen ums Geld machen mußte.

So konnte ich es mir leisten, mich bei einem Garten „Shooting“ erstmal eine Stunde auf eine möglichst gut positionierte Gartenbank zu setzen und den Ort – sowie die Lichtstimmungen – auf mich wirken zu lassen.  Bis ich die erste Kamera aus meinem Koffer auf dem Stativ hatte, waren schon 5 Reisegruppen, die mit mir gekommen waren, wieder im Bus und eilten dem nächsten Garten entgegen. Das war eine wunderbare Zeit, die so wahrscheinlich nie wieder kommt. Aber man soll ja bekanntlich nie „nie“ sagen.

Inzwischen sehe ich es überdeutlich, alles hängt letztlich für den Fotographen, der Geld verdienen will und muß, am Geld und damit am Auftraggeber! Es stimmt wirklich, der Profi sorgt sich ums Geld, aber wie soll er da zum Meister werden?
Entweder ist also ein Meister ein Hobbyfotograph – der sich ebenfalls keine Sorgen ums Geld machen muß und auch die Ausrüstungsorgien hinter sich gelassen hat, um sich ganz auf die Motive zu konzentrieren oder es ist jemand, der schon so weit im Fotobusiness aufgestiegen ist, daß er nicht mehr dem Zwang der Arbeit unterliegt und fotographieren kann soviel und so lange er will oder er ist ein Zen-Meister, für den die Grundbedingungen, um ein Meister zu werden – nämlich die Möglichkeit NEIN sagen zu können – gar nicht relevant sind, weil er diese Bedingung sowieso zu 100% hat.

Erst wenn man NEIN sagen kann, kann man auch beginnen, in ganz kleinen Schritten, sich mit dem Licht anzufreunden, bis man sein Ziel – ein Foto zu machen – ganz vergessen hat und dann jener bedeutsame Augenblick kommt, in dem man sein Foto schießt ohne geschossen zu haben.

Ich merke gerade, daß ich den alte Herriegel immer noch in meinem Unterbewußtsein mit herumtrage – vielleicht sollte ich ein Buch schreiben „Zen in der Kunst des Fotografierens“ – oder doch besser nicht, erstens gibt’s wahrscheinlich schon Dutzende davon, wenn man nur genügend recherchiert und zweitens stände dann so ein Buch zwischen mir und dem Motiv, ich könnte nicht mehr auf den Auslöser drücken und das wäre schade für mich…

Ihr könnte die Bilder von Friedrich Beren sowohl bei Facebook

http://www.facebook.com/pages/Natur-und-Landschaftsfotografie-Friedrich-Beren/454286564684215

wie auch auf seiner Homepage ansehen

http://www.berenfotografie.jimdo.com/

Viel Spaß beim Ansehen – übrigens ich kenne Herrn Beren nicht, mache also keinerlei Werbung – sondern bin einfach nur ganz ehrlich begeistert von seinen Landschaftsaufnahmen.

Meine neue Homepage zur TraumJobSuche

Liebe Freunde von ÖkoRadiX,

wie der ein oder andere von Euch bereits weiß, bin ich seit 01. Januar 2015 – zum ersten Mal in meinem Leben – in den Zustand des “Arbeitssuchenden” gefallen, daß ist eine sehr neue und eine noch sehr interessante Erfahrung für mich, denn ich erfahre hier nicht nur über mich, sondern auch über Land & Leute viel Neues.

Man kann aus jeder Situation noch etwas Sinnvolles machen und so nutze ich nun die gute Gelegenheit, um gleich auch mit einem neuen Leben zu beginnen, in letzter Konsequenz heißt das eigentlich nicht wirklich mehr, als daß ich künftig noch achtsamer mit dem „Verbraten von Lebenszeit“ umgehen möchte.

Da es mich bereits nach den ersten Erfahrungen mit Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen schon sehr verwundert hat, auf welch ärmlichen Niveau vieles stattfindet, habe ich mich entschlossen, ein gewisses Quantum an Lebenszeit in die Erstellung einer Homepage zur TraumJobSuche zu investieren.

Die Homepage ist von meiner Liebe zur Ironie bestimmt und nennt sich ganz pragmatisch: http://www.luthers-jobsuche.de

Auf der rechten Seite in meinem ÖkoRadiX Blog findet Ihr aber auch einen Button, mit dem Ihr direkt zu meiner neuen Seite kommen könnt.

Natürlich würde ich mich riesig freuen, wenn Ihr meine neue Seite mal anseht und mir einen kleinen Kommentar auf dieser neuen Seite oder per Email hinterlaßt, denn nichts ist frustrierender, als in das feedbacklose Dunkel einer anonymen Leserschaft hinein zu schreiben, ich tröste mich da eigentlich immer nur mit der “Flaschenpost-Metapher” von Theodor Lessing, die ja bekanntlich auch Theodor W. Adorno in seiner „Flaschenpost-Philosophie“ immer sehr gerne zitiert hat.

So viel mal für den Augenblick,
seid alle herzlich gegrüßt aus dem Ammertal

Euer Andreas, der mit dem „Luther“ Geschlagene